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Fachmaturität

Nach dem Abschluss des Fachmittelschulbildungsgangs kann in einem zusätzlichen Ausbildungsjahr die Fachmaturität Gesundheit, Soziale Arbeit oder Pädagogik erworben werden. In den Bereichen Gesundheit und Soziale Arbeit besteht der Fachmaturitätsbildungsgang aus einem Praktikum im gewählten Berufsfeld und einer Fachmaturitätsarbeit sowie deren Präsentation. Im Bereich Pädagogik erfolgt zusätzlich eine Vertiefung der Allgemeinbildung mit einer Abschlussprüfung. Die Fachmaturität Gesundheit beziehungsweise Soziale Arbeit wird an allen Fachmittelschulen im Kanton Bern angeboten. Die deutschsprachige Fachmaturität Pädagogik wird in Biel, Bern und Thun geführt.

Zum Bildungsgang Fachmaturität sind nur FMS-Absolventinnen und -Absolventen zugelassen, die den Fachmittelschulausweis in der Regel vor maximal einem Jahr erworben haben. Der erfolgreiche Abschluss der Fachmaturität führt zum schweizerisch anerkannten Fachmaturitätszeugnis. Dieses ermöglicht den Zugang zu den Fachhochschulen in den Bereichen Gesundheit und Soziale Arbeit sowie zum Bachelorstudium mit Lehrdiplom für die Vorschulstufe und Primarstufe an den Pädagogischen Hochschulen.

Berufsfelder

  • Fachmaturität Pädagogik

    Die Fachmaturität Pädagogik richtet sich an FMS-Absolventinnen und -Absolventen mit einem Doppelabschluss im kombinierten Berufsfeld «Gesundheit und Soziale Arbeit». Für die Aufnahme in den Fachmaturitätsbildungsgang Pädagogik müssen die Noten des Fachmittelschulausweises in den Fächern Erstsprache, zweite Landessprache, Mathematik und Naturwissenschaften zusammen 16 Punkte ergeben, und keine Note darf unter 3,5 liegen.

    Die Fachmaturität Pädagogik beginnt mit einem sechswöchigen Vorpraktikum an einer Primarschule oder in einem Kindergarten. Dieses Praktikum ermöglicht den Kandidatinnen und Kandidaten, erste Erfahrungen im Berufsalltag von Lehrpersonen zu sammeln. Ausgehend vom Praktikum, wird das Thema für die Fachmaturitätsarbeit formuliert, die bis zur Abschlussprüfung ausgearbeitet werden muss. Nach dem Vorpraktikum besuchen die Kandidatinnen und Kandidaten während 25 Wochen allgemeinbildenden Unterricht.

    Dieser beinhaltet folgende Fächer:

    • Deutsch
    • Französisch
    • Mathematik
    • Biologie, Chemie und Physik
    • Geschichte und Geografie
    • Kunstfach (Musik oder Bildnerisches Gestalten)

    Um die Kandidatinnen und Kandidaten optimal auf die Anforderungen des Studiums vorzubereiten, wird genügend Zeit zum Selbststudium und zum Lernen in Gruppen eingeplant. Zur Stärkung der mündlichen Kompetenz in der Zweitsprache erfolgt der Unterricht in Geschichte und Geografie in französischer Sprache. Am Ende des allgemeinbildenden Unterrichts findet für alle Fächer (mit Ausnahme des Kunstfachs) eine Prüfung statt.

    Leitfaden zur schriftlichen Arbeit und mündlichen Prüfung im Berufsfeld Pädagogik

  • Fachmaturität Gesundheit

    Die Fachmaturität Gesundheit ermöglicht den Absolventinnen und Absolventen den Zugang zum Aufnahmeverfahren von Fachhochschulen im Bereich Gesundheit.

    Im Kanton Bern kann die Fachmaturität Gesundheit auf zwei Wegen erworben werden:

    Fachmaturität Gesundheit, Weg 1

    Die Fachmaturität Gesundheit Weg 1 wird parallel zu einem Ausbildungsgang an einer Höheren Fachschule am Berner Bildungszentrum Pflege oder am medi: Zentrum für medizinische Bildung Bern erworben.

    Fachmaturität Gesundheit, Weg 2

    Der Fachmaturitätsausbildungsgang Gesundheit Weg 2 wird im Rahmen eines Vorbereitungskurses von vier Wochen sowie einem Praktikum von 24 Wochen in einer Institution des Gesundheitswesens (Altersheim, Spital, Spitex etc.) absolviert.

    Die Informationen zu den beiden Wegen finden sich auf den jeweiligen Unterseiten der Bildungs- und Kulturdirektion zur Fachmaturität Gesundheit Weg 1 und Fachmaturität Gesundheit Weg 2.

  • Fachmaturität Soziale Arbeit

    Voraussetzung für die Aufnahme in den Fachmaturitätsbildungsgang Soziale Arbeit ist eine mindestens genügende Note im Berufsfeld Soziale Arbeit im Fachmittelschulausweis. Die Fachmaturität Soziale Arbeit besteht aus einem zwölfwöchigen Sozialpraktikum und 32 Wochen Arbeitswelterfahrung. Während des Sozialpraktikums haben die Kandidatinnen und Kandidaten erste vertiefte Kontakte mit Personen, die auf die Leistungen der Sozialen Arbeit angewiesen sind. Eine Fragestellung aus dem Praktikum wird in der Fachmaturitätsarbeit vertieft bearbeitet.